CDU Kreistagsfraktion Darmstadt-Dieburg

CDU-Fraktionsvorsitzende Neipp sieht Silberstreif am Horizont von Senio und Gersprenz

Ein klares Votum zur Zukunft der Senio und Gersprenz hat die CDU-Kreistagsfraktion auf ihrer letzten Klausurtagung formuliert. „Die Ursachen für die Misere der Gersprenz-Pflegeheime waren das fatale Missmanagement, falsches Führungspersonal und falsche Entscheidungen“, erläutert die Fraktionsvorsitzende Karin Neipp. Sie kritisiert, ein seinerzeit von der CDU-Fraktion beantragter Akteneinsichtsausschuss sei „weichgespült und mit einem nicht zufrieden stellendem Ergebnis  beendet“ worden.
Nachdem auch weitere Strategieansätze sich als mehr oder weniger erfolglos erwiesen hätten, müsse nun das aktuelle Strategiepapier zu Ende gebracht werden. Die CDU-Politikerin sieht hier Anzeichen für eine positive Wendung: „Es zeigt sich ein Silberstreif am Horizont!“ Die vorhandenen Schulden könnten zwar nicht wegdiskutiert werden; in den vergangenen Monaten sei jedoch „in vielen kleinen Schritten Großes erreicht“ worden, nicht zuletzt dank eines neuen pflegerischen Geschäftsführers und des bis zum Jahresende im Rahmen eines Geschäftsversorgungsvertrages beauftragten Geschäftsführers des Landkreises. „Es ist ein gutes Zeichen, dass die pflegerischen Missstände in Groß-Umstadt beseitigt wurden und die Genehmigung wieder erteilt wurde!“  
 
Vor diesem Hintergrund begrüßt die CDU-Kreistagsfraktion die längst fällige Entscheidung zum Neubau des Pflegeheims in Groß-Umstadt, der nun in Eigenregie vom Senio-Verband und in enger Zusammenarbeit mit der Seniorendienstleistung Gersprenz als künftigem Betreiber realisiert werden soll.  „Erfreulich“ findet  die Fraktionsvorsitzende, „dass auch der Kreis hier mitspielt und einer Verlängerung des Mietverhältnisses an der Kreisklinik zustimmt.“ So habe man bis 2010 Zeit für die Planung und den Neubau der 80-85 vollstationären Pflegeplätzen und betreuten Wohneinheiten.  
 
Ihre Fraktion sei der Auffassung, dass der jetzt eingeschlagene Weg konsequent fortgeführt werden müsse. Politische Diskussionen um einseitige Kündigungen würden in der Sache nicht weiterhelfen, „die finanziellen Verpflichtungen und die Altlasten bleiben ja für alle bestehen.“ Die Fraktion erwartet, ebenso wie die Verbandsversammlung, dass der Verband weiter an dem Konsolidierungskonzept arbeitet. „Wir hoffen, dass die Verbandsversammlung eine Fortschreibung beantragt, um den Schuldenabbau voranzubringen“, stellt Karin Neipp klar.  
 
Vor allem aber müsse Ruhe in die Gersprenz einkehren, fordert die CDU-Fraktionschefin. Die Verunsicherung in den Heimen müsse aufhören, um weiterhin eine gute und zielorientierte Arbeit zu ermöglichen. „Zu danken ist insbesondere den Mitgliedern in Vorstand und Versammlung. Sie handeln nicht willfährig, wünschen sich aber berechtigterweise mehr Transparenz, zeitnahe Informationen und konkrete Zahlen,  um Misstrauen abzubauen und positive Entscheidungen abgeben zu können“, so Neipp abschließend.