CDU Kreistagsfraktion Darmstadt-Dieburg

Aktueller Planungsstand zur ICE-Neubaustrecke Frankfurt – Mannheim; CDU-Kreistagsfraktion: „Stadt Weiterstadt ist größter Verlierer“

Vor kurzem wurde der Entwurf zur Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans in Berlin veröffentlicht. Neben einigen, für den Landkreis positiv bewerteten Maßnahmen, wie zum Beispiel der Ausbau der B 45 zwischen Dieburg und Groß-Umstadt, ist auch die ICE-Neubaustrecke zwischen Frankfurt und Mannheim aufgenommen worden. „Allerdings soll in diesem Zusammenhang nach Plänen der Bundesregierung hier die dringend notwendige Anbindung des Darmstädter Hauptbahnhofes an die Bestandsstrecke Mainz – Aschaffenburg über eine stadtnahe südlich von Weiterstadt verlaufende Trasse hergestellt werden“, berichtet der Kreistagsfraktionsvorsitzende Lutz Köhler. „Eine von der CDU favorisierte alternative Streckenführung, die den Hauptbahnhof Darmstadt über eine möglichst wohnortferne Neubaustrecke ab Klein-Gerau an die Bahnlinie Mainz – Aschaffenburg (sog. Klein-Gerauer-Spange) angebunden hätte, wird unverständlicherweise nicht mehr diskutiert.“
Quelle: Entwurf zum Bundesverkehrswegeplan 2030 unter www.bmvi.deQuelle: Entwurf zum Bundesverkehrswegeplan 2030 unter www.bmvi.de
„Sollte es zum Bau der stadtnahen Trasse kommen, wäre Weiterstadt jeglicher Entwicklungsmöglichkeiten beraubt“, so der Weiterstädter Jurist. Tatsächlich wäre die Ortslage von Weiterstadt dann in einer Art Dreieck aus der Bundesautobahn A 5 im Osten, der bestehenden Bahnlinie im Norden und der Neubaustrecke im Südwesten eingeschlossen. „Hinzu kommt die Lärmproblematik, die die neue Anbindungsstrecke mit sich bringen wird“, so Köhler weiter. Diese resultiere aus der Tatsache, dass die ICE-Neubaustrecke in der Nacht als Güterverkehrstrasse zur Entlastung der südhessischen Region, insbesondere der Bergstraße, genutzt werden solle.

„Landrat Klaus Peter Schellhaas hat mit der damaligen rot-grünen Mehrheit die Interessen der Landkreiskommunen und insbesondere von Weiterstadt für einen südhessischen Kompromiss, ohne Not, verkauft. So ist nur an den Änderungsantrag der CDU erinnert, der eine Trasse (die sog. Klein-Gerauer-Spange) vorgeschlagen hatte, die zum einen die südlich gelegenen Kommunen entlaste, zum anderen die Städte und Gemeinden in unserem Landkreis nicht belaste. Bedauerlicherweise fand dieser Änderungsantrag im Kreistag seinerzeit keine Mehrheit“, ärgert sich Köhler noch heute.
„Die CDU-Kreistagsfraktion wird sich dafür einsetzen den – durch den Landrat und die rot-grüne Mehrheit – gemachten Fehler zu korrigieren. Wir werden versuchen eine Änderung des bisherigen Entwurfs durch unsere CDU-Abgeordneten in Wiesbaden und Berlin zu erreichen, um so den Bedürfnissen des Landkreises und seiner Kommunen gerecht zu werden“, so Köhler abschließend.